Erinnern heißt Kämpfen

2. November – 6. Dezember in Osnabrück
Mindestens zehn Menschen wurden in Niedersachsen seit 1990 aus rechten Motiven umgebracht. Staatlich anerkannt als Todesopfer rechter Gewalt sind bisher nur zwei von ihnen. Alle Täter haben ihre Opfer nicht wahllos ausgesucht. Ihr Hass war nicht wahllos, sondern richtete sich gegen Menschen, die sie ihren Feindgruppen zuordneten.
Die Wanderausstellung „Erinnern heißt Kämpfen! Zwischen Anerkennung und Vergessen. Todesopfer rechter Gewalt in Niedersachsen seit 1990“ ist als
Kooperationsprojekt der Betroffenenberatung, der Ausstiegsbegleitung und der Mobilen Beratung Niedersachsen entstanden.

„Die Ausstellung wurde erstellt durch die Mobile Beratung Niedersachsen, die Betroffenenberatung Niedersachsen und durch Distance – Ausstieg Rechts Niedersachsen und ist gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und durch das Landes- Demokratiezentrum Niedersachsen (L-DZ). Für inhaltliche Aussagen und Meinungsäußerungen tragen die Publizierenden dieser Veröffentlichung die Verantwortung.“


Ab November wird die Ausstellung mit Begleitprogramm durch Osnabrück
wandern und an folgenden Orten zu sehen sein:
2.-9. November Haus der Jugend Osnabrück
10-16. November Gemeinschaftszentrum Ziegenbrink
17.-23. November Haus Neuer Kamp
23.-30. November IGS Eversburg
1.-5. Dezember Westwerk
Informationen zu den Veranstaltungen können demnächst hier gefunden werden!

„Erinnern heißt Verändern“ ist aus dem Gedenkbündnis zu den rassistischen Morden vom 19. Februar 2020 in Hanau
entstanden. Die Gruppe setzt sich mit dem Gedenken zu rechter Gewalt auseinander.

Bei allen Veranstaltungen bitten wir um eine Anmeldung an osnabrueck@falken-weserems.de

Vernissage: Wir eröffnen die Ausstellung!

02.11.2025 | Haus der Jugend Osnabrück | 12 Uhr | Eintritt frei

Wir freuen uns sehr, die Ausstellung nach Osnabrück zu bringen und sie an so vielen Orten zu zeigen. Zur Eröffnung laden wir am 2. November ins Haus der Jugend ein. Es sprechen die Urheber*innen der Ausstellung von den Mobilen Beratungstreffs, genauso wie Vertreter*innen der Stadt und betroffene Menschen.

Thomas Billstein | kein vergessen

6.11.  | 18 Uhr | Haus der Jugend | Eintritt frei

Über 300 Menschen wurden nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland durch rechtsmotivierte Gewalttäter gejagt, verfolgt, verprügelt, gefoltert, misshandelt und getötet. Der Autor Thomas Billstein hat mit seinem Buch »kein vergessen« die erste vollständige Dokumentation bekanntgewordener tödlicher Gewalttaten durch Rechte in Deutschland nach 1945 veröffentlicht. Auf der Veranstaltung wird er den aktuellen Stand der Forschung vorstellen, rechte Tatmotive aufzeigen und Todesopfer aus der Region benennen.

Jakob Springfeld | Unter Nazis

10.11. | 17 Uhr | GZ Ziegenbrink | Eintritt frei

Beleidigungen, Hass und Gewaltandrohungen – Alltag für Jakob Springfeld. Er ist einer der jungen Leute in Sachsen, der sich als Antifaschist engagiert. In seiner aufrüttelnden Lebensgeschichte schildert Jakob persönliche Erlebnisse in Zwickau und Halle und lenkt dabei den Blick auch auf Ereignisse in den 90er-Jahren, den rechten Terror des NSU und die aktuellen Entwicklungen um die AfD.

Film: Die Möllner Briefe

14.11. | 19 Uhr | Haus der Jugend | Eintritt frei

Der hochaktuelle Dokumentarfilm der vielfach ausgezeichneten Regisseurin erzählt die Geschichten der Opfer und Überlebenden der rassistischen Brandanschläge in Mölln 1992 und von der großen Solidarität, die lange im Verborgenen blieb. Der Film verschafft nicht nur den Überlebenden und Familien der Opfer mehr Gehör, sondern erzählt auch von der großen Solidarität und dem Mitgefühl, das nach den Anschlägen in Briefen und Beileidsbekundungen an die Familien adressiert wurde.

Wie wehre ich mich gegen rassistische und rechte Parolen?

1.12. | 14 Uhr | Westwerk | Eintritt frei

In der Schule, im Sportverein, auf der Straße, aber auch in der Familie hören wir rassistische und rechte Sprüche, die uns die Sprache verschlagen. Oft ärgern wir uns später, hätten gerne den Mund aufgemacht. Hier setzt unser Workshop an: Er soll euch in die Lage versetzen, die Schrecksekunde zu überwinden und Position zu beziehen.

Wir lernen, zu widersprechen, uns gegen rassistische und rechte Sprüche zu wehren und Menschen, die sich das nicht trauen, zu ermutigen. Wir probieren aus, diskriminierenden Sprüchen und rechter Hetze Paroli zu bieten.

Wir üben, das Wort zu ergreifen und für solidarische Alternativen streiten gegen Ausgrenzung und Rassismus. Für den Workshop ist eine Anmeldung an osnabrueck@falken-weserems.de